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Prof. Dr. Roland Kaldich (li.), Eduard Szekeres, Studierende MU. Foto: Franz Motzko
Prof. Dr. Roland Kaldich (li.), Eduard Szekeres, Studierende MU. Foto: Franz Motzko

Pressemitteilung -

„Headhunting“: Führungspositionen von Personalberatern besetzen lassen

Für die HdWM-Studenten der Vorlesung „Unternehmensführung“ war diese Veranstaltung ein ganz besonderes Erlebnis. Prof. Kaldich: „Unsere Studenten äußern häufig den Wunsch, Führungskraft werden zu wollen. Deshalb halte ich es für sehr wichtig, dass Im Rahmen dieser Vorlesung im Studiengang Management und Unternehmensführung die Studierenden frühzeitig die Kriterien kennenlernen, nach denen Top-Führungskräfte ausgewählt werden. Und wer kann dies besser vermitteln als ein Vertreter eines der Top-Executive-Search-Dienstleister weltweit“?

Eduard Szekeres von Odgers Berndtson mit spannendem Vortrag

Szekeres: „Unternehmen jeder Größe und Branche benötigen talentierte Einzelpersonen, Teams und Führungskräfte, damit sie erfolgreich sein können. Agenturen wie Odgers Berndtson haben sich zum Ziel gesetzt, Partnerschaften aufzubauen, um eben diesen Bedarf zu decken. Wir entwickeln langfristige Beziehungen zu herausragenden Kandidaten, zu jenen, die gesucht werden , und anderen weltweit agierenden Teams, die beide Seiten zusammenbringen. Aufgrund der engen, vertrauensvollen und nachhaltigen Partnerschaften wird es den Kunden von Odgers Berndtson ermöglicht, erfolgreiche Führungskräfte zu gewinnen, zu entwickeln und zu halten“.

Im Rahmen seiner Vorlesung ging Szekeres zuerst auf das Thema Vakanz ein, wobei festzustellen sei, ob es sich um einen Wechsel in den Ruhestand, einen internen Wechsel, die Freisetzung eines Mitarbeiters oder eine Kündigung durch den Mitarbeiter gehe. Die jeweiligen Gründe gelte es festzuhalten. Die Möglichkeiten der Besetzung seien dabei zu beachten.

Geschichtliches zum Thema Headhunting – Weltweiter Honorarumsatz: 11 Milliarden Dollar

Ältestes Executive Search-Unternehmen war die 1926 gegründete Thorndike Deland Associates in New York. Nach dem Ersten Weltkrieg gab es in Nordamerika eine große Knappheit an geeigneten Persönlichkeiten für Spitzenpositionen in der Politik. Deland hatte die Idee, nicht potenzielle Kandidaten auf eine Stellenanzeige reagieren zu lassen, sondern nach vorheriger Recherche jene aktiv anzusprechen. Somit dürfte er als „Erfinder“ des Executive Search gelten. In den 50er Jahren wurden in den USA mehrere Unternehmen gegründet, die heute noch zu den bedeutendsten Executive Search-Unternehmen zählen.

Seit Ende der 1960er Jahre gibt es auf Executive Search spezialisierte Unternehmen in Deutschland, schon 1966 erfolgte die Gründung von Berndtson International in Brüssel, seit 1971 ist man auch in Deutschland vertreten. Der weltweite Honorarumsatz der Branche beläuft sich auf über elf Milliarden Dollar, das Marktvolumen für Deutschland beträgt ca. 1,7 Mrd Euro.

Der Suchprozess: Executive Search, Case Studies, Outplacement, Executive Coaching und mehr 

Des Weiteren ging Szekeres auf Suchprozess, Executive Search, Case Studies und den Umgang mit Personalberatern ein. Employer Branding, HR-Beratung, Outplacement, Executive Coaching, klassische Unternehmensberatung, Talent Management, Management Development und Talent Management waren hierbei die weiteren Essentials. Global unterscheide man in die Bereiche Technology, Education&Skills, Life Sciences, Sports, Health Care, Industrial, Financial, Consumer, um nur diese zu nennen.

Zum Suchprozess: Aus einer „Long List" potenzieller Kandidaten werden die am besten geeigneten Kandidaten zu einem persönlichen Interview eingeladen. Daraus entsteht eine „Short List“, von der die Kandidaten mit dem besten ‚Fit‘ dem Klienten vorgestellt werden. Der Berater begleitet diese Vorstellung persönlich. Vertraulichkeit sowie Einhaltung der Datenschutzgesetze sind gewährleistet, da alle Beteiligten dem Austausch personenbezogener Daten zustimmen.

Aufgaben eines Headhunters: Zielgenaues Finden, Ansprechen, Evaluieren, Kandidatenauswahl

Im Verlaufe der Vorlesung wurde auch auf die Bedeutung von „Off-Limits-Vereinbarungen“ eingegangen. Damit bezeichnet man eine Art Anspracheverbot von Kandidaten für die Dauer der Anstellung. „in Executive Search Consultant investiert ca. 40-60 Stunden pro Monat für einen Suchauftrag. Seine Aufgaben sind zielgenaues Finden, Ansprechen, Evaluieren und Auswählen von Kandidaten sowie die Kommunikation mit dem Klienten. Die Suche wird ohne zusätzliches Honorar bis zum erfolgreichen Abschluss fortgeführt oder mit Klienten wird darüber Einigkeit erzielt, dass alle Möglichkeiten der Problemlösung erschöpft sind“, so Szekeres weiter.

Nach seinem Vortrag stellte sich Szekeres den kritischen Fragen der Studierenden. Dabei ging es auch um sehr diffizile Themen wie beispielsweise den Umgang mit Konflikten bei gleichzeitiger Wahrnehmung der Auftraggeberinteressen und den Interessen der Kandidaten, Als Beispiel sei hier die Vergütung angeführt.

Das Unternehmen Odgers Berndtson

Seit über 50 Jahren unterstützt Odgers Berndtson national und international führende Unternehmen bei der erfolgreichen Besetzung von Führungskräften und somit bei der Umsetzung ihrer Unternehmensziele. Unternehmen und Organisationen unterschiedlicher Größe, Strukturen und Entwicklungsgraden werden neben dem Executive Search auch Assessment und Executive Coaching angeboten. Man decke über 50 Branchensegmente ab, sowohl kommerziell, öffentlich als auch gemeinnützig, und greife dabei auf die Erfahrung von mehr als 250 Partnern und deren Teams in 29 Ländern zurück.

Moderne Formen der Personalgewinnung: Win-win-Situation für alle Beteiligten

Der Präsident der HdWM, Prof. Dr. Michael Nagy, freut sich über den Input in den Lehrbetrieb durch externe Agenturen, die den wechselseitigen Bezug von Studium sowie Berufs- und Arbeitswirklichkeit verdeutlichen. Dabei werde das Zusammenspiel von wissenschaftsbasierter Lehre an der Hochschule sowie der Organisation und Arbeitsweise einer professionell und weltweit agierenden Beratungsfirma verdeutlicht und demonstriert. Hieraus wiederum lasse sich eine Synthese beider „Welten“ ableiten – zum Vorteil aller Beteiligten.

Geschäftsführer der unternehmensnahen Hochschule ist der Hochschulmanager Wolfgang Dittmann, der auch Chef der gemeinnützigen Gesellschaft für interdisziplinäre Studien mbH (GIS) des Internationalen Bundes (IB) ist: „Wir unterstützen alle Aktivitäten, die unsere Studierenden auf ihren späteren Berufsalltag vorbereiten. Auch was deren Karriereplanung anbetrifft. Zukunftsweisende und moderne Formen der Personalgewinnung sollten unseren Absolventen schon vom Studium her geläufig sein. Dabei gilt es, die diversen Formen modernen Headhuntings kennenzulernen. Zusammenwirken auf Augenhöhe und gegenseitiger Respekt sollen dabei die tragenden Elemente sein. Dies beeinflusst auch das ethisch geprägte Wertesystem im Führungsverhalten der HdWM-Absolventen auf positive Weise“. 

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Die Hochschule der Wirtschaft für Management (HdWM) ist eine staatlich anerkannte, private Hochschule im Herzen Mannheims. Seit 2011 bietet die HdWM von Firmen geförderte Management-Studiengänge mit Bachelor- und Master-Abschluss an.

Einmaliges Studienmodell in Deutschland

Die HdWM verfolgt das Ziel, leistungsmotivierte Studierende für die Management-Anforderungen moderner Unternehmen auszubilden und so den Arbeitsmarkt der Zukunft aktiv mitzugestalten. Die Management-Studiengänge an der HdWM basieren auf einem einzigartigen Studienmodell, dem geförderten Management-Studium, das die Vorteile eines Vollzeitstudiums mit denen eines dualen Studiums kombiniert und die Stärken beider Studienformen in einem Studienprogramm bündeln. In Zusammenarbeit mit namhaften Großunternehmen sowie innovativen kleinen und mittelständischen Unternehmen wurden die Studieninhalte speziell auf die Erfordernisse des Arbeitsmarktes der Zukunft ausgerichtet.

Mit einem ganz besonderen Finanzierungskonzept, welches durch die Förderung der Partnerunternehmen und des Landes Baden-Württemberg ermöglicht wird, entsteht eine Gewinnsituation für alle Beteiligten. Interessenten, die an der HdWM studieren möchten, lernen eine Vielzahl unterschiedlicher Wirtschaftsunternehmen während des Studiums kennen und legen sich erst nach dem Praxissemester auf ihren zukünftigen Arbeitgeber fest. Die Partnerunternehmen schöpfen im Gegenzug aus einem Pool von qualifizierten Studierenden zukünftige Fach- und Führungsnachwuchskräfte, welche den Anforderungen im modernen Management entsprechen. 

Pressekontakt

Patrizia Gioeni

Patrizia Gioeni

Pressekontakt Marketingreferentin Kommunikation und Marketing 0621 490 890 92

Hochschule der Wirtschaft für Management

Die Hochschule der Wirtschaft für Management (HdWM) ist eine staatlich anerkannte, private Hochschule im Herzen Mannheims. Seit 2011 bietet die HdWM praxisorientierte Bachelor- und Masterstudiengänge mit Managementschwerpunkt an. Um den Studierenden Praxis- und Auslandserfahrung zu ermöglichen, unterhält die HdWM ein breites Unternehmens- und Hochschulnetzwerk. Ein umfangreiches Weiterbildungsangebot erlaubt Fach- und Führungskräften lebenslanges Lernen und rundet das Bildungsangebot der HdWM ab. Das Lehrpersonal der HdWM verfügt über praktische Unternehmenserfahrung und beteiligt sich aktiv in der Forschung, z. B. in der digitalen Bildung, Gesundheit und Management sowie DevOps. Der Internationale Bund (IB) ist Mehrheitsgesellschafter und unterstützt die Hochschule durch seine jahrelange Expertise in der Gestaltung des Bildungsmarkts.

Praxiserfahrung bereits im Studium

Die HdWM verfolgt das Ziel, leistungsmotivierte Studierende für die Managementanforderungen moderner Unternehmen auszubilden. Darum verfügen alle Studiengänge über verschiedene Praxiselemente, um den Studierenden den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Die HdWM bringt Studierende während des Studiums zielgerichtet mit Partnerunternehmen zusammen und erlaubt es ihnen, schon im Studium Kontakte zu möglichen künftigen Arbeitgebern zu knüpfen.

Hochschule der Wirtschaft für Management
Oskar-Meixner-Straße 4-6
68163 Mannheim
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